Fluggastrechte

Die Europäische Union hat für Luftfahrtunternehmen geltende Fluggastrechte geschaffen. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Fluggastrechte.

Jede Person, die eine Fluganfrage oder eine Buchung über ein Reisebüro in der Europäischen Union tätigt, genießt Fluggastrechte in Bezug auf exakte und vollständige Auskünfte über:

Die verschiedenen verfügbaren Flugoptionen in der folgenden Reihenfolge:

  • Flüge ohne Zwischenstopp
  • Flüge mit Zwischenstopp aber ohne Wechsel des Flugzeugs
  • Anschlussflüge

Alle verfügbaren Tarife der verschiedenen Fluglinien wie beworben

Ein Reisebüro muss dem Passagier einen direkten Zugang zu den Informationen des Computersystems gewähren, sofern dieser dies wünscht – entweder durch einen Blick auf den Bildschirm oder durch einen Ausdruck des Bildschirminhalts.

Wenn das Flugticket direkt gebucht wird, muss das Reisebüro oder die Fluggesellschaft dem Passagier alle verfügbaren Informationen im Computersystem in Bezug auf die folgenden Punkte bereitstellen:

  • Die Identität der Fluggesellschaft, die die Leistung tatsächlich erbringt, sofern diese von der auf dem Flugticket genannten Gesellschaft abweicht.
  • Etwaige Wechsel des Flugzeugs während der Flugreise.
  • Die Zwischenstopps während des Fluges.
  • Die Transfers zwischen Flughäfen während der Flugreise.

Die Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004, gültig seit dem 17. Februar 2005 (nachfolgend „Verordnung“), enthält eine gemeinsame Regelung für Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für Fluggäste im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen.

Die Verordnung gilt für:

Alle Passagiere, die über eine bestätigte Buchung für den betreffenden Flug verfügen und sich, außer im Fall einer Annullierung, zu der zuvor angegebenen Zeit oder, falls keine Zeit angegeben wurde, spätestens 45 Minuten vor der veröffentlichten Abflugzeit zur Abfertigung einfinden und:

Für Fluggäste, die auf Flughäfen auf dem Gebiet eines Mitgliedstaats der Gemeinschaft, das den Vertragsbestimmungen unterliegt, einen Flug antreten, sowie

Für Fluggäste, die von einem Flughafen in einem Drittland zu einem Flughafen reisen, der sich in dem unter den EG-Vertrag fallenden Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates befindet, sofern nicht bereits Unterstützungsleistungen entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen in diesem Drittland gewährt wurden.

Die Verordnung gilt nicht für Fahrgäste, die mit einem kostenlosen oder preislich reduzierten Ticket fliegen, das weder direkt noch indirekt für die Allgemeinheit verfügbar ist.

Die ausführenden Luftfahrtunternehmen – so auch wir von Iberia Express – geben Personen mit eingeschränkter Mobilität und deren Begleitpersonen sowie Kindern ohne Begleitung bei der Beförderung Vorrang.

Im Fall einer Überbuchung eines Fluges versucht Iberia Express mit einem zeitlich geringstmöglichen Aufwand, Fluggäste gegen eine vereinbarte Leistung entsprechend Abschnitt 1.2 zum freiwilligen Verzicht auf ihre Buchungen zu bewegen.

Wenn sich nicht genügend Freiwillige finden, kann die Beförderung von Fluggästen gegen ihren Willen verweigert werden. Diese Fluggäste haben dann Anspruch auf eine Kompensation und auf Unterstützungsleistungen. Sofern berechtigte Gründe zur Verweigerung einer Beförderung bestehen, haben Passagiere keinerlei Anspruch auf eine Kompensation und/oder Unterstützung.

In den folgenden Fällen kann die Beförderung verweigert werden:

(a) Wenn die Beförderung des Passagiers oder seines Gepäcks eine Gefährdung der Sicherheit, der Gesundheit, des Komforts, der Integrität des Flugzeugs oder Teile davon darstellen oder das Wohlbefinden der anderen Passagiere oder der Besatzung beeinträchtigen kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Passagier andere Personen bedroht oder sich gegenüber dem Bodenpersonal oder der Besatzung aggressiv verhält.

(b) Wenn der physische oder geistige Zustand des Passagiers auch durch den Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten eine Gefährdung oder ein Risiko für sich, andere Passagiere, die Besatzung oder die beförderten Güter darstellen kann.

(c) Wenn der Passagier die Sicherheit, Ordnung oder Disziplin während des Eincheckens oder im Falle eines Anschlussfluges während eines vorangegangenen Fluges beeinträchtigt hat und der vertragliche Beförderer den berechtigten Verdacht hat, dass sich dieses Verhalten wiederholen könnte.

(d) Wenn der Passagier sich den geforderten Sicherheitskontrollen oder einem Identitätsnachweis verweigert hat.

(e) In anderen ähnlichen Situationen, die einen begründeten Anlass zur Annahme von Gesundheits- oder Sicherheitsrisiken für Passagiere und Besatzung geben, oder wenn der Passagier nicht die entsprechend den geltenden Vorschriften und Gesetzen für die Flugreise erforderlichen Unterlagen vorlegen kann.

  • Die Ausgleichszahlungen erfolgen durch Barzahlung, durch elektronische oder gewöhnliche Überweisung, durch Scheck oder mit Einverständnis des Fluggasts in Form von Reisegutscheinen und/oder anderen Dienstleistungen.
  • Der von Iberia Express in diesen Fällen ausgestellte elektronische Gutschein kann gegen Bargeld oder einen Beförderungsgutschein (MCO), der einen höheren Wert haben und für den Kauf von Flugtickets von Iberia oder Iberia Express verwendet werden kann, eingetauscht werden.

A

Flüge von weniger als 1.500 km

250 EUR* oder MCO

B

Flüge innerhalb der Gemeinschaft von mehr als 1.500 km und für alle anderen Flüge zwischen 1.500 und 3.500 km

400 EUR* oder MCO

C

Alle anderen Flüge, die nicht unter die vorangegangenen Punkte fallen

600 EUR* oder MCO

* Die Kompensation reduziert sich um 50%, wenn die Ankunftszeit des alternativen Fluges die Ankunftszeit des ursprünglichen Fluges nicht um 2 Stunden (Flüge gemäß Punkt A), nicht um 3 Stunden (Flügel gemäß Punkt B) oder nicht 4 Stunden (Flüge gemäß Punkt C) überschreitet.

Der Passagier hat die Wahl zwischen:

  • Einer anderweitigen Beförderung zum Endziel unter vergleichbaren Reisebedingungen zu einem späteren Zeitpunkt nach Wunsch des Passagiers, vorbehaltlich verfügbarer Plätze.
  • Erstattung** binnen sieben Tagen für nicht zurückgelegte Reiseabschnitte sowie für bereits zurückgelegte Reiseabschnitte, wenn der Flug im Hinblick auf den ursprünglichen Reiseplan des Fluggastes zwecklos geworden ist.

Zudem hat der Passagier einen kostenlosen Anspruch auf:

  • Mahlzeiten und Getränke in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit.
  • Zwei Telefongespräche oder den Versand von zwei Telexen, Telefaxen oder E-Mails.
  • Hotelunterbringung und Beförderung zwischen Flughafen und Unterbringung und zurück, falls eine Übernachtung notwendig ist.

Im Fall der Annullierung von Flügen gilt.

Die Verordnung sieht vor, dass der vertragliche Beförderer in den folgenden Fällen nicht zu einer Entschädigung verpflichtet ist:

– Wenn die Fluggesellschaft nachweisen kann, dass die Annullierung durch außerordentliche Umstände verursacht wurde, die sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären (politische Instabilität, widrige Witterungsbedingungen, unvorhergesehene Sicherheitsrisiken, Flugverkehrsmanagement und Streiks, die den Flugbetrieb beeinträchtigen).

– Wenn die Passagiere mindestens zwei Wochen vor der planmäßigen Abflugzeit über die Annullierung unterrichtet wurden.

– Wenn die Passagiere zwischen zwei Wochen und sieben Tage vor der planmäßigen Abflugzeit über die Annullierung unterrichtet wurden und sie ein Angebot zur anderweitigen Beförderung erhalten, das es ihnen ermöglicht, nicht mehr als zwei Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit abzufliegen und ihr Endziel höchstens vier Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit zu erreichen.

– Wenn die Passagiere mindestens sieben Tage vor der planmäßigen Abflugzeit über die Annullierung unterrichtet wurden und sie ein Angebot zur anderweitigen Beförderung erhalten, das es ihnen ermöglicht, nicht mehr als eine Stunde vor der planmäßigen Abflugzeit abzufliegen und ihr Endziel höchstens zwei Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit zu erreichen.

Wenn keiner der oben genannten Umstände zutrifft, steht Passagieren mit einer bestätigten Buchung für einen annullierten Flug die folgende Kompensation zu:

– 125 Euro bei Flügen bis 1.500 km, wenn das Angebot zur anderweitigen Beförderung es ihnen ermöglicht, das Endziel höchstens zwei Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit zu erreichen; oder 250 Euro, wenn die Verzögerung zwei Stunden überschreitet.

– 200 Euro bei Flügen innerhalb der Gemeinschaft von mehr als 1.500 km und bei allen anderen Flügen zwischen 1.500 und 3.500 km, wenn das Angebot zur anderweitigen Beförderung es ihnen ermöglicht, das Endziel höchstens drei Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit zu erreichen; oder 400 Euro, wenn die Verzögerung drei Stunden überschreitet.

– 300 Euro bei allen Flügen, die nicht unter die vorangegangenen Punkte fallen, wenn das Angebot zur anderweitigen Beförderung es ihnen ermöglicht, das Endziel höchstens vier Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit zu erreichen; oder 600 Euro, wenn die Verzögerung vier Stunden überschreitet.

– Die Ausgleichszahlungen erfolgen durch Barzahlung, durch elektronische oder gewöhnliche Überweisung, durch Scheck oder mit Einverständnis des Fluggasts in Form von Reisegutscheinen und/oder anderen Dienstleistungen.

– Der von Iberia Express in diesen Fällen ausgestellte elektronische Gutschein kann gegen Bargeld oder einen Beförderungsgutschein (MCO), der einen höheren Wert haben und für den Kauf von Flugtickets von Iberia oder Iberia Express verwendet werden kann, eingetauscht werden.

– Wenden Sie sich an unser Kundenservice-Center, damit wir Ihren Kompensationsanspruch bearbeiten können. Die dafür erforderlichen Telefonnummern und Adressen finden Sie auf dieser Webseite.

Der Passagier hat die Wahl zwischen:

– Einer anderweitigen Beförderung zum Endziel unter vergleichbaren Reisebedingungen zu einem späteren Zeitpunkt nach Wunsch des Passagiers, vorbehaltlich verfügbarer Plätze.

– Erstattung** binnen sieben Tagen für nicht zurückgelegte Reiseabschnitte sowie für bereits zurückgelegte Reiseabschnitte, wenn der Flug im Hinblick auf den ursprünglichen Reiseplan des Fluggastes zwecklos geworden ist.

 

Zudem hat der Passagier einen kostenlosen Anspruch auf:

– Mahlzeiten und Getränke in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit.

– Zwei Telefongespräche oder den Versand von zwei Telexen, Telefaxen oder E-Mails.

– Hotelunterbringung und Beförderung zwischen Flughafen und Unterbringung und zurück, falls eine Übernachtung notwendig ist.

Wenn Iberia Express eine Verspätung wie folgt erwartet:

– Zwei Stunden oder mehr bei Flügen bis 1.500 km

– Drei Stunden oder mehr bei Flügen innerhalb der Gemeinschaft von mehr als 1.500 km und bei allen anderen Flügen zwischen 1.500 und 3.500 km

– Vier Stunden oder mehr bei allen anderen Flügen

 

Haben die Passagiere einen kostenlosen Anspruch auf:

– Mahlzeiten und Getränke in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit

– Zwei Telefongespräche oder den Versand von zwei Telexen, Telefaxen oder E-Mails

– Hotelunterbringung und Beförderung zwischen Flughafen und Unterbringung und zurück, falls eine Übernachtung notwendig ist 

 

Beträgt die Verspätung mehr als fünf Stunden, hat der Fluggast Anspruch auf eine Erstattung** binnen sieben Tagen für nicht zurückgelegte Reiseabschnitte sowie für bereits zurückgelegte Reiseabschnitte, wenn der Flug im Hinblick auf den ursprünglichen Reiseplan des Fluggastes zwecklos geworden ist.

Verlegt ein vertraglicher Beförderer einen Fluggast in eine niedrigere Klasse als die, für die das Flugticket erworben wurde, so erstattet** es den folgenden Prozentsatz des Preises für den Flug oder die Streckenabschnitte, für den/die das Downgrade gilt:

  • 30% für alle Flüge bis 1.500 km
  • 50% für alle Flüge innerhalb der Gemeinschaft von mehr als 1.500 km und für alle anderen Flüge zwischen 1.500 und 3.500 km
  • 75% für alle anderen Flüge, die nicht unter die vorangegangenen Punkte fallen

**Erstattungen: Käufer von Flugtickets, die einen Anspruch auf Erstattung in den vorangegangenen Fällen geltend machen wollen, müssen sich an das Buchungsbüro oder Reiseunternehmen wenden, wo das Flugticket gekauft wurde.

Der Anlass für eine Entschädigung entsteht durch den objektiv zugrunde liegenden Unfall oder Schaden und erfolgt bis zu den Haftungsgrenzen, die in diesem Kapitel „proportional zu der erlittenen Schädigung“ festgelegt werden, und nur, insofern die Luftfahrtgesellschaft nicht alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um den Schaden zu vermeiden oder falls es ihr unmöglich war, diese Maßnahmen zu ergreifen (EG-Verordnungen 2027/1997 und 889/2002).

Nationale und internationale Flüge

VERSPÄTUNG

Erstbetreuung:
Aushändigung eines ÜBERNACHTUNGS-KITS an Passagiere, falls der betroffene Flughafen NICHT ihr Heimatflughafen ist und wenn abzusehen ist, dass sie die Nacht ohne ihr Gepäck verbringen müssen:

Entschädigung bei Verspätung:
Gegen Vorlage von Rechnungen werden die Ausgaben ermittelt, die dadurch verursacht wurden, dass im Gepäck enthaltene persönliche Gegenstände nicht zur Verfügung standen. Die Höchsthaftungsgrenze liegt bei 1.131 Sonderziehungsrechten* pro Passagier.

Bei vorheriger besonderer Wertdeklaration des Gepäcks:
Bei gezahltem Zuschlag der deklarierte Wert

(Art. 22 Montrealer Übereinkommen und Anhang der Verordnungen (EG) 2027/1997 und 889/2002)

VERLUST
(Siehe ANMERKUNG 1)

Bei vorheriger besonderer Wertdeklaration des Gepäcks:
Bei gezahltem Zuschlag der deklarierte Wert

(Art. 22 Montrealer Übereinkommen und Anhang der Verordnungen (EG) 2027/1997 und 889/2002)

BESCHÄDIGUNG
(Siehe ANMERKUNG 2)

Bei Beschädigungen wird in der folgenden Reihenfolge vorgegangen:

1. Reparatur des beschädigten Gepäckstücks oder

2. Ersatz durch ein gleichwertiges Gepäckstück oder

3. Zahlung von bis zu 1.131 Sonderziehungsrechten* pro Passagier.

(Art. 22 Montrealer Übereinkommen und Anhang der Verordnungen (EG) 2027/1997 und 889/2002)

ANMERKUNGEN

1. Von der entsprechenden Entschädigung sind bereits gezahlte Entschädigungen für Verspätung des Gepäcks abzuziehen.

2. Diese Lösungen werden in der angegebenen Reihenfolge und nach den jeweiligen Möglichkeiten im konkreten Fall angewendet.

*Der Wert des Sonderziehungsrechts gemäß der Definition des Internationalen Währungsfonds schwankt täglich, sodass der zum Zeitpunkt des Gepäckvorfalls gültige Umrechnungskurs angewandt wird. Bitte informieren Sie sich bei unserem Kundenservice oder auf der Homepage der spanischen Zentralbank (www.bde.es).

 

„Nimmt der Empfänger aufgegebenes Reisegepäck oder Güter vorbehaltlos an, so begründet dies die widerlegbare Vermutung, dass sie unbeschädigt und entsprechend dem Beförderungsschein abgeliefert worden sind.“ (Art. 31 Montrealer Übereinkommen).

Außerdem „hat der Fluggast dem Luftfahrtunternehmen so bald wie möglich schriftlich Anzeige zu erstatten. Bei Beschädigung von aufgegebenem Reisegepäck muss der Fluggast binnen sieben Tagen, bei verspätetem Reisegepäck binnen 21 Tagen, nachdem es ihm zur Verfügung gestellt wurde, schriftlich Anzeige erstatten.“ (Art. 31 Montrealer Übereinkommen und Anhang der Verordnungen (EG) 2027/1997 und 889/2002).

FristNationale und internationale Flüge

Für das Einreichen des Antrags auf Entschädigung

 

Verspätung.…………………………………. 21 Tage
Verlust………………………………….. 21 Tage
Beschädigung…………………………………… 7 Tage

(Art. 22 Montrealer Übereinkommen und Anhang der Verordnungen (EG) 2027/1997 und 889/2002)

 

Für die Klage auf Schadenersatz

Verjährt nach ZWEI JAHREN

(Art. 22 Montrealer Übereinkommen und Anhang der Verordnungen (EG) 2027/1997 und 889/2002)