Beförderungsbedingungen

Im Rahmen dieses Vertrags bezeichnet „Ticket“ sowohl den Flugschein als auch den Gepäckschein, deren Bestandteil diese Bestimmungen sowie die entsprechenden Hinweise auf dieser Webseite sind. „Elektronisches Ticket“ bezeichnet den vom ausführenden Luftfahrtunternehmen oder in dessen Namen ausgegebenen Streckenplan/Buchungsbeleg, die elektronischen Gutscheine und ggf. die Bordkarte. „Vertraglicher Luftfrachtführer“ bezeichnet alle Luftfahrtunternehmen, die Passagiere und ihr Gepäck in Übereinstimmung mit diesem Vertrag befördern oder sich dazu verpflichtet haben oder die sonstige Dienstleistungen im Zusammenhang mit der vertragsmäßigen Beförderung erbringen. „Ausführender Luftfrachtführer“ bezeichnet alle anderen Luftfahrtunternehmen, die die mit dem vertraglichen Luftfrachtführer vereinbarte Beförderung vollständig oder teilweise übernehmen und vom vertraglichen Luftfrachtführer dazu autorisiert sind. „Montrealer Übereinkommen“ bezeichnet ein Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr, das am 28. Mai 1999 in Montreal unterzeichnet wurde. „Verordnung (EG) 2027/97“ bezeichnet die Verordnung (EG) Nr. 2027/97 des Europäischen Rates vom 9. Oktober 1997, geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 889/2002 vom 13. Mai 2002 in Bezug auf die Haftung von Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft bei der Beförderung von Fluggästen und deren Gepäck. „SZR" bedeutet Sonderziehungsrecht entsprechend der Definition des Internationalen Währungsfonds.

Die Beförderung im Rahmen des vorliegenden Vertrags erfolgt hinsichtlich der Haftung des Luftfrachtführers entsprechend dem Montrealer Übereinkommen und den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 2027/97 des Rates vom 9. Oktober 1997, geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 889/2002 vom 13. Mai 2002 in Bezug auf die Haftung von Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft bei der Beförderung von Fluggästen und deren Gepäck.

Soweit nicht dem Vorangegangenen widersprechend unterliegen sämtliche Beförderungen und entsprechende vom Luftfrachtführer erbrachten Dienstleistungen:

1. Den Bedingungen, die auf dem Ticket angegeben sind.

2. Dem geltenden Tarif und dessen Bestimmungen.

3. Sonstige für den Luftfrachtführer geltende Beförderungsbedingungen und einhergehende Regelungen, die Teil des vorliegenden Vertrags sind und in den Geschäftsstellen des Luftfrachtführers erfragt werden können.

Der Name des vertraglichen Luftfrachtführers kann abgekürzt auf dem Ticket angegeben sein, vorausgesetzt dass der vollständige Name und die Abkürzung in den Unterlagen, Bestimmungen und Flugplänen des Luftfrachtführers angegeben sind. Die Adresse des vertraglichen Luftfrachtführers ist die auf der Rückseite des Flugscheins angegebene Anschrift. Die vereinbarten Zwischenstopps sind als solche auf dem Flugschein vermerkt oder in den Flugplänen des Luftfrachtführers als vorgesehene Zwischenstopps auf der Flugstrecke des Passagiers vermerkt. Ist eine Beförderung im Rahmen dieses Vertrages von mehreren aufeinanderfolgenden Luftfahrtunternehmen auszuführen, so gilt sie als ein Beförderungsvorgang.

Der Luftfrachtführer, der ein Ticket für Strecken eines anderen Luftfrachtführers ausstellt, handelt lediglich als Beauftragter des Letztgenannten.

Jedwede Haftungsbeschränkung des vertraglichen Luftfrachtführers gilt auch für dessen Vertreter, Mitarbeiter und Beauftragte, ebenso wie für den ausführenden Luftfrachtführer und dessen Angestellte und Vertreter, wenn sie ihre Tätigkeiten ausüben.

Das aufgegebene Gepäck wird an den Inhaber des Gepäcksscheins ausgegeben. Bei Beschädigung von aufgegebenem Reisegepäck muss der Fluggast dem Luftfahrtunternehmen binnen sieben (7) Kalendertagen, bei verspätetem Reisegepäck binnen einundzwanzig (21) Kalendertagen, nachdem es ihm zur Verfügung gestellt wurde, schriftlich Anzeige erstatten.

Das Ticket gilt ein Jahr ab Ausstellungsdatum, sofern nicht anders auf dem Ticket oder in den geltenden Tarifen und Beförderungsbedingungen angegeben. Der Luftfrachtführer darf die Beförderung ablehnen, falls der geltende Flugpreis nicht bezahlt wurde.

Der Luftfrachtführer unternimmt alles Erdenkliche, um die Passagiere und das Gepäck so schnell wie möglich abzufertigen. Gegebenenfalls wird das Luftfahrtunternehmen durch ein anderes ersetzt, das Flugzeuge von Drittanbietern nutzt und auf dem Ticket angegebene geplante Zwischenstopps ändert oder wegfallen lässt. Wenn der Passagier einen Anschlussflug aufgrund eines Verschuldens von Iberia Express verpasst, ist dem Passagier eine anderweitige Beförderung bereitzustellen, die es ihm ermöglicht, das Endziel schnellstmöglich zu erreichen. Alternativ ist dem Passagier ein Betrag in Höhe des Preises des verpassten Fluges zu erstatten, wenn das Ticket vollständig ungenutzt geblieben ist, bzw. die Differenz zwischen dem bezahlten Preis und dem geltenden Tarif für die zurückgelegten Reiseabschnitte, falls Teile des Flugtickets abgeflogen wurden.

Der Passagier muss die gesetzlichen Vorgaben für die Durchführung der Flugreise erfüllen und über die Unterlagen für Abflug und Ankunft sowie alle anderen erforderlichen Dokumente verfügen. Zudem muss sich der Passagier spätestens zu der vom Luftfrachtführer unter den ANNAHMESCHLUSSZEITEN FÜR DEN FLUG angegebenen Ankunftszeit am Flughafen einfinden.

Kein Vertreter, Mitarbeiter oder Beauftragter des Luftfrachtführers ist berechtigt, Bedingungen dieses Vertrages zu ändern, zu erweitern oder aufzuheben.

Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates haben Fluggäste, die trotz Erfüllung der Bedingungen dieser Verordnung nicht befördert werden, Anspruch auf eine Kompensation und sofortige Beratungs- und Unterstützungsleistungen durch den Luftfrachtführer.

Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates haben Fluggäste bei einer Annullierung eines Fluges Anspruch auf eine Kompensation, sofern die Annullierung auf außerordentliche Umstände zurückzuführen ist. Zudem haben die betroffenen Passagiere Anspruch auf sofortige Beratungs- und Unterstützungsleistungen durch den Luftfrachtführer.

Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates haben Fluggäste bei einer großen Verspätung in Bezug auf die planmäßige Abflugzeit Anspruch auf sofortige Beratungs- und Unterstützungsleistungen durch den Luftfrachtführer während der Verzögerung.

Der Passagier muss alle von staatlichen Stellen auf Flugreisen erhobenen Steuern und Gebühren zahlen. Diese Abgaben bilden einen Großteil des Endpreises und sind im Ticketpreis enthalten. Sie werden gesondert im Feld für Steuern und Gebühren auf dem Ticket ausgewiesen.

Die Steuern und Gebühren unterliegen ständigen Änderungen und können nach dem Datum des Ticketkaufs angehoben oder gesenkt werden. Wenn nach Ausstellung des Tickets eine Steuer oder Gebühr angehoben oder eine neue Steuer oder Gebühr erhoben wird, muss der Passagier die Differenz gegenüber dem Preis zum Zeitpunkt des Ticketkaufs vor Flugantritt erstatten. Sollte sich ein erheblicher Anstieg von Steuern oder Gebühren deutlich auf den Preis des Tickets auswirken, hat der Passagier das Recht, innerhalb von sieben (7) Werktagen ab dem Tag, an dem das Luftfahrtunternehmen oder das Reisebüro die Zahlung anfordert, eine Erstattung des Ticketpreises zu beantragen. Wenn der Passagier nach Ablauf dieser Frist die Differenz nicht gezahlt hat, storniert das Luftfahrtunternehmen die Buchung und erstattet den Betrag.

Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2111/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2005 muss der vertragliche Luftfrachtführer den Passagier über die Identität der Fluggesellschaft, die den Flug tatsächlich durchführen wird, informieren. Wenn zum Zeitpunkt der Buchung die Identität der Fluggesellschaft noch nicht bekannt sein sollte, muss der vertragliche Luftfrachtführer sicherstellen, dass der Passagier schnellstmöglich informiert wird, sobald die Identität der Fluggesellschaft bekannt ist.

Dieser Hinweis informiert über den Anhang in der Verordnung (EG) 2027/97, der die Regelungen hinsichtlich der Haftung von Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen der Gemeinschaft und dem Montrealer Übereinkommen zusammenfasst.

Entschädigung für Tod oder Verletzung: Es gelten keinerlei Haftungsbeschränkungen im Fall des Todes oder der Verletzung des Passagiers. Für Schäden bis zu 113.100 SZR (gerundeter Betrag in der Landeswährung) kann das Luftfahrtunternehmen keine Einwendungen gegen Schadensersatzforderungen erheben. Bei höheren Beträgen kann sich das Luftfahrtunternehmen gegen Ansprüche verteidigen, indem es nachweist, dass es sich weder fahrlässig noch in anderer Form schuldhaft verhalten hat.

Vorschusszahlungen: Wird ein Fluggast getötet oder verletzt, hat das Luftfahrtunternehmen innerhalb von fünfzehn (15) Tagen nach Feststellung der schadensersatzberechtigten Person eine Vorschusszahlung zu leisten, um die unmittelbaren wirtschaftlichen Bedürfnisse zu decken. Im Todesfall beträgt diese Vorschusszahlung nicht weniger als 16.000 SZR (gerundeter Betrag in der Landeswährung).

Verspätungen bei der Beförderung von Fluggästen: Das Luftfahrtunternehmen haftet für Schäden durch Verspätungen bei der Beförderung von Fluggästen, es sei denn, dass es alle zumutbaren Maßnahmen zur Schadensvermeidung ergriffen hat oder die Ergreifung dieser Maßnahmen unmöglich war. Die Haftung für Verspätungsschäden bei der Beförderung von Fluggästen ist auf 4.694 SZR (gerundeter Betrag in der Landeswährung) begrenzt.

Verspätungen bei der Beförderung von Reisegepäck Das Luftfahrtunternehmen haftet für Schäden durch Verspätungen bei der Beförderung von Reisegepäck, es sei denn, dass es alle zumutbaren Maßnahmen zur Schadensvermeidung ergriffen hat oder die Ergreifung dieser Maßnahmen unmöglich war. Die Haftung für Verspätungsschäden bei der Beförderung von Reisegepäck ist auf 1.131 SZR (gerundeter Betrag in der Landeswährung) begrenzt (*).

Zerstörung, Verlust oder Beschädigung von Reisegepäck Das Luftfahrtunternehmen haftet für die Zerstörung, den Verlust oder die Beschädigung von Reisegepäck bis zu einer Höhe von 1.131 SZR (gerundeter Betrag in der Landeswährung). Bei aufgegebenem Reisegepäck besteht eine verschuldensunabhängige Haftung, sofern nicht das Reisegepäck bereits vorher schadhaft war. Bei nicht aufgegebenem Reisegepäck haftet das Luftfahrtunternehmen nur für schuldhaftes Verhalten.

Höhere Haftungsgrenze für Reisegepäck: Eine höhere Haftungsgrenze gilt, wenn der Fluggast spätestens bei der Abfertigung eine besondere Erklärung abgibt und einen Zuschlag entrichtet.

Beanstandungen beim Reisegepäck: Bei Beschädigung, Verspätung, Verlust oder Zerstörung von Reisegepäck hat der Fluggast dem Luftfahrtunternehmen so bald wie möglich schriftlich Anzeige zu erstatten. Bei Beschädigung von aufgegebenem Reisegepäck muss der Fluggast binnen sieben (7) Tagen, bei verspätetem Reisegepäck binnen einundzwanzig (21) Tagen, nachdem es ihm zur Verfügung gestellt wurde, schriftlich Anzeige erstatten.

Haftung des vertraglichen und des ausführenden Luftfahrtunternehmens: Wenn das ausführende Luftfahrtunternehmen nicht mit dem vertraglichen Luftfahrtunternehmen identisch ist, kann der Fluggast seine Anzeige oder Schadensersatzansprüche an jedes der beiden Unternehmen richten. Ist auf dem Ticket der Name oder Code eines Luftfahrtunternehmens angegeben, so ist dieses das vertragschließende Luftfahrtunternehmen.

Klagefristen: Gerichtliche Klagen auf Schadensersatz müssen innerhalb von zwei (2) Jahren, beginnend mit dem Tag der Ankunft des Flugzeugs oder dem Tag, an dem das Flugzeug hätte ankommen sollen, erhoben werden.

Grundlage dieser Informationen: Diese Bestimmungen beruhen auf dem Übereinkommen von Montreal vom 28. Mai 1999, das in der Europäischen Gemeinschaft durch die Verordnung (EG) Nr. 2027/97 [in der durch die Verordnung (EG) Nr.889/2002 geänderten Fassung] und durch nationale Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten umgesetzt wurde.

(*) Es handelt sich um das individuelle Recht des Fluggasts, ein Gericht anzurufen, um eine Entschädigung für Schäden durch eine Verspätung zu erwirken, wobei nachgewiesen werden muss, dass diese Schäden tatsächlich aufgetreten sind und der Luftfrachtführer dafür verantwortlich ist.

Aus Sicherheitsgründen darf das Reisegepäck des Passagiers keine Gefahrgüter enthalten, wie z. B.: verdichtete Gase, korrosive und explosive Stoffe, brennbare Flüssigkeiten und Feststoffe, radioaktive Materialien, oxidierende Materialien, Giftstoffe, infektiöse Substanzen sowie Aktentaschen oder Sicherheitskoffer mit installierten Alarmvorrichtungen.

Wenn Sie über eine ordnungsgemäße Sitzplatzreservierung verfügen und diese aus irgendeinem Grund nicht nutzen können, bitten wir Sie, uns oder Ihr Reisebüro telefonisch oder persönlich davon in Kenntnis zu setzen und die Reservierung zu stornieren. Dies ermöglicht anderen Passagieren die Flugreise und vermeidet leere Sitzplätze.

Bei der Ankunft an einem Transitpunkt werden Sie darum gebeten, Ihre Reservierung für den Weiter- oder Rückflug zu prüfen und dem Luftfrachtführer Ihre vorläufige Adresse mitzuteilen, damit dieser Ihnen gegebenenfalls wichtige Informationen bereitstellen kann.

Die Annahmeschlusszeit für den Flug ist die Mindestzeit vor der geplanten Abflugzeit entsprechend den Angaben auf dem Ticket, innerhalb derer Sie einchecken, Ihr Gepäck aufgeben und Ihre Bordkarte in Empfang nehmen. Nach Ablauf dieser Zeit wird der Flug geschlossen. Der Luftfrachtführer übernimmt keinerlei Haftung für eine Nichtannahme, wenn Sie sich erst nach Schließung eines Fluges einfinden.

Passagiere müssen im Besitz aller gültigen Reisedokumente sein, die von den Behörden des Abflug-, Ziel- und gegebenenfalls des Transitlandes gefordert werden. Für die Vollständigkeit der Reisedokumente (Personalausweis, Reisepass, Visum usw.) sind die Passagiere selbst verantwortlich.