Passagiere mit besonderen Bedürfnissen

Reisende mit eingeschränkter Mobilität

Als Person mit eingeschränkter Mobilität gilt jede Person, deren Beweglichkeit bei der Nutzung eines Transportmittels eingeschränkt ist aufgrund von körperlicher Behinderung (sensorisch oder lokomotorisch), einer Beeinträchtigung der geistigen Fähigkeiten, des Alters oder eines anderen Grundes, und deren Situation eine spezielle Betreuung und die Anpassung des Services, der sämtlichen Passagieren zur Verfügung gestellt wird, an ihre Bedürfnisse notwendig macht.

Personen mit eingeschränkter Mobilität benötigen aufgrund ihrer persönlichen Gegebenheiten eine besondere Betreuung, die während sämtlicher Phasen des Transports auf sie abgestimmt wird. Die nationalen und internationalen Vorschriften zur Sicherheit und Rettung an Bord legen eine Reihe von Voraussetzungen fest, um einen sicheren Transport zu gewährleisten.

Folgende Fluggäste können diesen Service beantragen:

Iberia Express ist gegenüber dieser Notwendigkeit sensibilisiert und konzentriert seine Anstrengungen darauf, den Passagieren mit eingeschränkter Mobilität einen professionellen Service zu bieten. Wir sorgen für:

  • Zugang zu unseren Flugzeugen
  • Anpassung unserer Mittel und Verfahren
  • Spezielle und kontinuierliche Schulung unseres Personals 

Unser Ziel ist dabei stets,  den Komfort von Fluggästen mit eingeschränkter Mobilität sowie aller anderen Passagiere zu gewährleisten.

Auf dieselbe Weise und mit derselben Sensibilität gehen wir auf die Bedürfnisse all jener Passagiere ein, die eine besondere Betreuung während des Transports benötigen. Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit der Reservierungszentrale von Iberia Express in Ihrem Land in Verbindung.

Die allgemeine Regelung empfiehlt Passagieren, die eine Krankheit erst kürzlich überstanden haben oder an einer chronischen Erkrankung leiden, den behandelnden Arzt vor Reisebeginn zu konsultieren, sofern sie unter folgenden Beschwerden leiden:

  • Kardiovaskuläre Beschwerden
  • Chronischen Atemwegsbeschwerden
  • Schwere Anämie
  • Instabile Diabetes oder Krebs
  • Personen, die Medikamente einnehmen, die das Immunsystem schwächen
  • Jede Person, deren Flugtauglichkeit aufgrund anderer Beschwerden in Frage gestellt ist

Wir empfehlen Ihnen, alle Medikamente im Handgepäck leicht zugänglich mit sich zu führen.

Den Service können Fluggäste beantragen, die aufgrund sensorischer oder lokomotorischer Einschränkungen eine spezielle Betreuung während der Reise benötigen. Dazu gehören Fluggäste, die zur Fortbewegung einen Rollstuhl brauchen, hörgeschädigte und sehbehinderte Personen sowie Passagiere, die aus verschiedenen Gründen eine besondere Betreuung während der Reise benötigen. Iberia Express bietet diesem Personenkreis einen professionellen Service und größtmögliche Hilfestellung in den Terminalbereichen der Flughäfen, an Bord und während der Anschlusszeiten:

Jede Maschine von Iberia Express verfügt über eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen, für die dieser Service geboten werden kann. Dies resultiert aus den Bestimmungen der zivilen Luftfahrt, die vorsehen, dass aus Sicherheitsgründen für den Notfall nur eine begrenzte Anzahl von Passagieren mit eingeschränkter Mobilität an Bord sein dürfen – je nach Art der Behinderung und weiteren Umständen. Mit dem Ziel, die erforderlichen Mittel vorherzusehen, die für die einwandfreie Erbringung des Services erforderlich sind, muss die Buchung spätestens 48 Stunden vor dem Tag des geplanten Abflugs vorgenommen werden. Aus diesen Gründen empfehlen wir Ihnen, Ihren Flug frühestmöglich zu reservieren.

Wir bitten Sie, uns bei der Reservierung anzugeben, welcher Art Ihre Behinderung ist und welche besondere Hilfestellung Sie benötigen. Mit der Unterstützung unseres medizinischen Dienstes wird Sie das Personal unserer Reservierungszentrale mit den notwendigen Information versorgen, Ihnen den am besten geeigneten Sitzplatz reservieren und die Bereitstellung des notwendigen Services veranlassen.

Ziel dieses Dokuments ist es, den Zugang zum Luftverkehr für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu verbessern, indem sichergestellt wird, dass ihre Bedürfnisse verstanden und beachtet und ihre Sicherheit und Würde respektiert werden.  Es richtet sich an Fluggesellschaften, die Serviceleistungen und Einrichtungen in Flughäfen und Flugzeugen anbieten und soll als Grundlage zur Schaffung eines freiwilligen Verhaltenskodex dienen. Bei der Erstellung dieses Kodex sind die entsprechenden Bestimmungen aus dem Dokument 30 (Sektion 5) der Europäischen Zivilluftfahrtkonferenz (CEAC) und der Anhang 9 der Organisation für die Internationale Zivilluftfahrt (OACI) zu berücksichtigen. Diese Dokumente enthalten technische Informationen und wurden nach vorheriger Konsultation der Luftverkehrsbranche und der für die Festlegung der Richtlinien und Verfahrensempfehlungen verantwortlichen Behörden verfasst.

Definition

Als Person mit eingeschränkter Mobilität gilt jede Person, deren Beweglichkeit bei der Nutzung eines Transportmittels eingeschränkt ist aufgrund von körperlicher Behinderung (sensorisch oder lokomotorisch), einer Beeinträchtigung der geistigen Fähigkeiten, des Alters oder eines anderen Grundes, und deren Situation eine spezielle Betreuung und die Anpassung des Services, der sämtlichen Passagieren zur Verfügung gestellt wird, an ihre Bedürfnisse notwendig macht.

 

  • Personen mit eingeschränkter Mobilität haben die gleichen Rechte in Bezug auf Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit wie jeder andere Bürger. Dies gilt sowohl für Flugreisen als auch alle anderen Lebenssituationen.
  • Es obliegt der Verantwortung der Fluggesellschaften, der Flughäfen und der mit beiden verbundenen Dienstleister, die Bedürfnisse der Personen mit eingeschränkter Mobilität zu befriedigen. Es ist dagegen Aufgabe der Personen mit eingeschränkter Mobilität, ihre Bedürfnisse über die angemessenen Kanäle im gegebenen Moment zu spezifizieren.
  • Die hierzu notwendigen Informationen müssen bereitgestellt werden, damit Personen mit eingeschränkter Mobilität ihre Reisen planen und durchführen können.
  • Die Kosten für die Betreuung von Personen mit eingeschränkter Mobilität dürfen sich nicht direkt auf sie auswirken.
  • Behinderung und Krankheit dürfen nicht gleichgesetzt werden, daher dürfen von Personen mit eingeschränkter Mobilität keine medizinischen Erklärungen zu ihren Behinderungen als Vorbedingung für die Reise verlangt werden.
  • In den Angelegenheiten, welche die Betreuung der Personen mit eingeschränkter Mobilität betreffen, werden deren vertretende Organisationen konsultiert.
  • Das Personal wird entsprechend ausgebildet, um die Bedürfnisse von Personen mit eingeschränkter Mobilität zu verstehen und ihnen gerecht zu werden.
  • Sicherheitskontrollen werden so durchgeführt, dass die Würde der Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht verletzt wird.
  • Personen mit eingeschränkter Mobilität muss das größtmögliche Maß an Unabhängigkeit eingeräumt werden.

Keine Fluggesellschaft wird eine Person mit eingeschränkter Mobilität abweisen, es sei denn, sie kann einen sicheren Transport, eine entsprechende Unterbringung oder die spezifische Betreuung an Bord nicht gewährleisten. Sollte der Transport einer Person mit eingeschränkter Mobilität abgelehnt werden, werden die Fluggesellschaften klar und ausführlich die Gründe für die Ablehnung erklären.

Passagiere mit eingeschränkter Mobilität, die sich an Bord nicht selbstständig helfen und bewegen können, müssen stets begleitet werden. Die Fluggesellschaft leistet an Bord keine medizinische, hygienische oder sicherheitsbezogene Hilfestellung. Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit unserer Reservierungszentrale in Verbindung.

Die Fluggesellschaften bemühen sich, technische und operative Möglichkeiten zu finden, den Zugang und die Einrichtungen in den Flugzeugen sämtlicher Größen zu verbessern, besonders wenn bedeutende Überholungsarbeiten durchgeführt werden.

In den Fällen, in denen eine Direktflugverbindung für eine Person mit eingeschränkter Mobilität nicht möglich ist (z.B. wegen der geringen Größe des Flugzeugs), bemühen sich die Fluggesellschaften eine akzeptable Alternative anzubieten.

Unabhängig von der Größe des Flughafens oder Flugzeugs muss bei den Formalitäten beim An-und Von-Bord-Gehen die Würde der Personen mit eingeschränkter Mobilität gewahrt werden.

Die Fluggesellschaften stellen bei entsprechendem Platzangebot an Bord behindertengerechte Einrichtungen zur Verfügung, um die Autonomie der Personen mit eingeschränkter Mobilität innerhalb der sanitären, hygienischen und Sicherheitsgrenzen zu ermöglichen.

Personen mit eingeschränkter Mobilität genießen Gleichstellung hinsichtlich der Optionen bei der Sitzplatzzuweisung, mit den Einschränkungen der Sicherheitsanforderungen. Die Fluggesellschaften erklären in klarer und deutlicher Form die Motive für die Nichtzuweisung eines spezifischen Sitzplatzes, wenn der Bitte danach aus Sicherheitsgründen nicht nachgekommen wird.

Blindenhunde werden in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Fluggesellschaft und den nationalen Einfuhrbestimmungen in der Kabine transportiert. Für ihren Transport wird keine Gebühr erhoben. Von Personen mit eingeschränkter Mobilität wird keine Gebühr erhoben für den Transport grundlegender Objekte, die ihre Mobilität erleichtern oder anderer Hilfsmitteln im Falle von Körperbehinderung.

Die Fluggesellschaften müssen alle angemessenen Maßnahmen ergreifen, um den Verlust oder die Beschädigung von mobilitätserleichternden Objekten oder anderen Hilfselemente im Falle von Körperbehinderung zu verhindern. Sollte ein solcher Verlust oder eine solche Beschädigung eintreten, ergreifen die Fluggesellschaften die geeigneten Maßnahmen, um die unmittelbaren individuellen Bedürfnisse nach Mobilität zu befriedigen.

ZUGANG ZUM LUFTVERKEHR FÜR PERSONEN MIT BEHINDERUNG

Text der EU-Verordnung 1107/2006